„Was wir suchten, war Betreuung.
Was wir fanden, war Heilung, zurückgewonnenes Vertrauen, Würde – und das Recht, unsere Geburt selbstbestimmt und geschützt zu erleben.“
Nach einer sehr gewaltvollen Geburt unseres Sohnes im Jahr 2021 im Krankenhaus blieb mehr zurück als nur eine schmerzhafte Erinnerung.
Als wir einige Jahre später eine Fehlgeburt erlebten, wurden wir auch in dieser ohnehin so sensiblen Situation erneut mehr als unwürdig behandelt.
Zurück blieben erneut Angst – und verlorenes Vertrauen in die Klinik.
Die Angst, noch einmal solch eine Erfahrung machen zu müssen.
Die Angst, in einem der verletzlichsten Momente unseres Lebens nicht geschützt zu sein.
Dabei gehört die Geburt eines Kindes zu den kraftvollsten Momenten im Leben – und zugleich zu den verletzlichsten für eine Frau.
Ein Wunder in sich zu tragen.
Es kennenzulernen.
Und es in diese Welt zu gebären.
In dieser schweren Zeit fanden wir Unterstützung bei einer ganzheitliche Therapeutin. Sie fing uns nach dem Erlebten auf, gab unseren Gefühlen Raum und half uns, das Geschehene behutsam aufzuarbeiten.
Schritt für Schritt durften wir verarbeiten, was uns widerfahren war – nicht, um es zu vergessen, sondern um daran zu heilen.
Durch diese Begleitung wuchs langsam neuer Mut in uns.
Der Mut, wieder nach vorne zu schauen.
Der Mut, noch einmal zu hoffen.
Und irgendwann auch der Mut, es noch einmal zu wagen.
Sie war immer für uns da.
„Ohne sie hätten wir die Kraft nicht gefunden, noch einmal aufzustehen und weiterzugehen und den Mut gefunden für einen Neuanfang zu wagen“ ein Danke reicht hier nicht aus.
Als wir 2025 erneut schwanger wurden – mit unserem Wunder – wussten wir:
„Dieses Mal sollte alles anders werden. Dieses Mal suchten wir nicht nur einen Ort für die Geburt.
Wir suchten Heilung für das Erlebte.“
Und wir fanden sie im Geburtshaus Trier.
Schon beim ersten Kennenlerngespräch mit der wundervollen Carmen spürten wir, dass hier etwas anders war.
Es ging nicht nur um medizinische Abläufe oder Zahlen – auch wenn Carmen diese jederzeit kompetent erklären konnte, wenn wir danach fragten.
Es ging um uns.
Um unsere Geschichte.
Um unsere Ängste.
Um unser Vertrauen.
Um uns als Menschen – nicht nur als Patientin.
Carmen nahm sich Zeit – echte, ehrliche Zeit. Sie erklärte uns das Konzept des Geburtshauses mit so viel Ruhe, Wärme und Klarheit.
Nach diesem Gespräch wussten wir, unsere Entscheidung unser Wunder im Geburtshaus zur Welt zu bringen ist die richtige. Hier auch in Rücksprache und Austausch mit unserer ganzheitlichen Therapeutin.
Während der gesamten Schwangerschaft wurden wir vom Team des Geburtshauses mit Mitgefühl, Achtsamkeit und fachlicher Kompetenz begleitet.
Schritt für Schritt konnten wir verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.
Jede Frage war willkommen.
Jede Sorge durfte Raum haben.
Nichts wurde belächelt oder relativiert.
Wir wurden ernst genommen – als werdende Eltern, trotz das es unser zweite Kind war, als Frau, als Familie mit Vorgeschichte.
Carmen war dabei unsere verlässliche Konstante.
Sie war unsere erste Ansprechpartnerin, auch weil sie unser Wochenbett begleiten würde.
Ihre liebevolle, ruhige Art schenkte uns Sicherheit. Ihre fachliche Kompetenz gab uns Halt. Und ihre Worte stärkten uns immer wieder in unserer Entscheidung.
Zum ersten Mal fühlte sich Schwangerschaft nicht nur medizinisch betreut, sondern wirklich getragen an.
Auch das restliche Team durften wir vor der Geburt persönlich kennenlernen. Zu wissen, dass jede Hebamme, die eventuell Rufbereitschaft haben würde, uns bereits vertraut war, gab uns zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit.
Es war ein geschützter Raum.
Wir entschieden uns, die Vorsorge zwischen unserer Gynäkologin und dem Geburtshaus aufzuteilen.
Doch die Termine im Geburtshaus waren etwas ganz Besonderes. Sie waren geprägt von Respekt, Transparenz und echter Selbstbestimmung.
Jede Untersuchung wurde ruhig und verständlich erklärt – auf Augenhöhe.
Einmal sagte ich zu Carmen:
„Jetzt muss ich wohl noch einmal schwanger werden, nur um mir den Mutterpass erklären zu lassen.“
Es war halb im Scherz – und doch voller Wahrheit. Denn all das, was hier selbstverständlich war – Aufklärung, Mitgefühl, Einbindung – hatten wir in bei unserer ersten Geburt so nicht erlebt.
Im Geburtshaus fanden wir nicht nur Betreuung.
Wir fanden Vertrauen.
Wir fanden Würde.
Wir fanden Selbstbestimmung
Und Heilung.
Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft gab es ein Aufklärungsgespräch zur Geburt, ausführlich wurden wir über mögliche Abläufe und auch über Risiken einer Geburt aufgeklärt.
Es wurde offen darüber gesprochen, was passieren könnte und wie in bestimmten Situationen weiter vorgegangen würde.
Auch hier erlebten wir Ronja als fachlich klar, respektvoll und einfühlsam. Die Aufklärung machte uns keine Angst – sie gab uns Sicherheit.
Wir wussten: Egal, was passiert, wir werden informiert, eingebunden und ernst genommen.
Ab der 37+0 Schwangerschaftswoche bekamen wir die Nummer für die Rufbereitschaft.
Allein diese kleine Karte mit der Telefonnummer fühlte sich an wie ein Versprechen:
Ihr seid nicht allein.
Bei der Geburt waren Alina und Carmen dabei. Sie gaben uns ein Unbezahlbares geschenkt: Sicherheit.
Durch Ihe ruhige, liebevolle und respektvolle Art durften wir eine selbstbestimmte Geburt erleben – genau so, wie sie sich für uns richtig angefühlt hat.
Sie waren da, ohne sich aufzudrängen. Sie haben geführt, ohne zu bestimmen. Sie haben gehalten, ohne festzuhalten.
Mit Ihrer Kompetenz und einfühlsamen Präsenz haben Sie uns durch diesen so kraftvollen Moment begleitet. Unser Wunder wurde sicher in der Wanne im Wasser geboren.
Wir haben uns jederzeit sicher, ernst genommen und gesehen gefühlt.
Vielen Dank an euch.
Viele Grüße
Yvonne und Michel
